John McNally: Infinity Drake 1 - Scarlattis Söhne

Scarlattis Söhne ist der erste Band der Infinity Drake-Trilogie. Hier hat mich besonders das auffällige Cover angesprochen. Der Inhalt konnte mich leider nicht so ganz überzeugen...
John McNally: Infinity Drake 1 -
Scarlattis Söhne

Zur Story:
Infinity Drake (Finn) ist 13 Jahre alt. Da seine Eltern gestorben sind, lebt er bei seiner Großmutter. Da diese zu einer Kreuzfahrt aufbricht, soll sein Onkel Al auf ihn aufpassen. Als Finn jedoch mit dem etwas chaotischen Al in den Urlaub aufbricht, werden beide von einem Hubschrauber abgefangen und zu einer Krisenkonferenz mit den Führern der wichtigsten Nationen gebracht. Das Killerinsekt "Scarlatti" wurde freigelassen - eine Art mutierte Wespe, die im schlimmsten Fall bis zu sechs Milliarden Menschen auslöschen könnte. Um den Scarlatti noch vor einer Vermehrung aufzuspüren und zu töten, soll ein zweiter Scarlatti freigelassen werden. Dieser folgt der Pheromonspur des Alpha-Scarlattis und führt das Expertenteam zur Bedrohung. Al ist selbst Wissenschaftler und schrumpft das Team auf nur 9mm. Eine abenteuerliche Jagd nach dem Scarlatti beginnt und Finn erlebt das Abenteuer seines Lebens.

Meine Meinung:
Ich liebe ja solch abgedrehte Abenteuer-Bücher und habe mir deshalb viel von dem Buch versprochen. Leider wird es einem aber nicht leicht gemacht, in die Geschichte einzutauchen. Das liegt unter anderem an den vielen Begriffen, die in den Fußzeilen erklärt werden. Wenn beispielsweise jemand "seine Waffe aus dem Oberschenkelholster" zieht, benötige ich keine Fußzeile, die mir sagt, dass es sich dabei um eine 357er Magnum handelt. Das hätte man auch gleich im Text schreiben können. Die Fußzeile dient auch manchmal dazu Dinge zu erklären, die im Text ausgelassen werden. Ich will mit einem Jugendbuch aber keine wissenschaftliche Abhandlung lesen - das gehört meiner Meinung nach in den Text. Irgendwann habe ich sie deshalb einfach nicht mehr gelesen.
Was mich auch gestört hat, war die übertriebene Nutzung der Lautmalerei. Ständig macht es  "FAUCHHHH", "DRRRRT" oder "SCHEPPERRRRRRRR! Ganz zu schweigen von Scarlattis "wwwkzzzzzkwkzzzzzz..." (das killl kill kill ist wenigstens ein Wort). Gegen die Nutzung habe ich an sich ja nichts, aber hier wurde es einfach übertrieben. 
Zu dem Jugendbuch passt zwar der Humor, der manchmal wirklich Sitcom- oder Slapstick-Charakter hat, aber die vielen Fachbegriffe sind fehl am Platz. Das hat den Lesefluss zusätzlich gestört und ist für einen Jugendlichen nicht wirklich leichter zu lesen.
Finn ist übrigens nicht nur ein Naturtalent in Naturwissenschaften, er zeigt den speziell ausgebildeten Agenten auch was Sache ist. Nicht schlecht für einen Halbstarken, aber teilweise auch an der Grenze zum Besserwisser...
Und zu guter letzt konnte mich die Story auch leider nicht fesseln, da sie sich recht schwerfällig entwickelt hat.

Fazit:
Eine coole, abgedrehte Idee, die sich nur schleppend entwickelt. Hier haben mich einfach zu viele Dinge genervt, deshalb reicht es nur für 2 Sterne.

Kauft das Buch beispielsweise bei Amazon: Infinity Drake - Scarlattis Söhne: Band 1
John McNally: Infinity Drake 1 - Scarlattis Söhne John McNally: Infinity Drake 1 - Scarlattis Söhne Reviewed by Christian on 29.1.15 Rating: 5

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