Catherine Fisher: Die vergessene Kammer

Wenn ich ehrlich bin, habe ich nach dem Klappentext und dem Cover etwas ganz anderes erwartet. Anfangs war ich etwas enttäuscht, aber dann hat das Buch doch noch die Kurve bekommen.
Catherine Fisher - Die vergessene Kammer

Die Story:
Die junge Sulis hat in ihrer Jugend einen schrecklichen Unfall aus nächster Nähe miterlebt und zieht nun von Pflegefamilie von Pflegefamilie - immer auf der Flucht vor dem unheimlichen Mann, der sie überallhin verfolgt. Als sie zur neuen Familie im englischen Bath zieht, möchte sie endlich ein normales Leben führen und wagt sich unter Menschen: Sie arbeitet im Circus und entdeckt dort einige Geheimnisse - auch die ihre eigenen Vergangenheit.
In einem zweiten Handlungsstrang verfolgt man Zac, den Gehilfen des Baumeisters Jonathan Forrest, der im 18. Jahrhundert den Bau des Circus begleitet hat. Auch er erkundet die Geheimnisse des Circus - vor allem die der geheimen Kammer. 
Der dritte Handlungsstrang besteht aus kurzen Zwischenkapiteln. Man begleitet den Druiden-König Bladud und erfährt die Vorgeschichte der beiden anderen Protagonisten, sowie die Entstehung von Bath und natürlich das Geheimnis der vergessenen Kammer...

Meine Meinung:
Das Buch ist wirklich gut konstruiert, denn die Charaktere und die Geschichte werden immer nur häppchenweise beschrieben. Die drei Handlungsstränge wechseln sich ab und bilden erst nach einer Weile ein Gesamtbild. Aus diesem Grund bleibt man neugierig und möchte wissen, wie es weiter geht. Das erschwert einem aber auch den Einstieg und den Zugang zur Geschichte, denn die Kapitel sind manchmal recht kurz und man erfährt nur sehr wenig. 
Vor allem der Teil von Sulis und dem geheimnisvollen Unbekannten war spannend. Von Baldud hätte ich gerne mehr erfahren und auch am Ende dann doch einiges gefehlt. 
Erst ab der Mitte des Buches zeichnet sich ein Gesamtbild ab und es wurde teilweise wirklich spannend. Leider blieben letztendlich zu viele Fragen unbeantwortet. Das Buch hätte gerne etwas dicker sein dürfen. 
Für mich war es auch kein typischer Fantasy-Roman, sondern eher ein ausgefallener Thriller (Sulis) mit ein paar historischen und fantastischen Einflüssen (Zac und Bladud).  

Fazit: 
Ein gut konstruierter Roman, der einem den Einstieg etwas erschwert, aber dann doch ein rundes Gesamtbild abgibt. Ich vergebe 4 Sterne.

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Catherine Fisher: Die vergessene Kammer Catherine Fisher: Die vergessene Kammer Reviewed by Christian on 12.2.15 Rating: 5

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