Camilla Grebe: Mann ohne Herz

Im mittlerweile 5. Siri-Bergmann-Thriller hat es der Mörder auf Schwule und Bisexuelle abgesehen. Leider klingt das spannender als es im Endeffekt ist.
Camilla Grebe & Asa Träff -
Mann ohne Herz

Die Story:
Siri Bergmann ist Psychotherapeutin  und soll die Stockholmer Polizei als Profilerin unterstützen. Der Fall: Ein prominenter, homosexueller Mann wurde grausam hingerichtet. Er wurde erschossen und sein Herz wurde herausgeschnitten und auf einer Silberschale präsentiert. Die Polizei geht von
einem Hassverbrechen aus, doch nur wenige Tage später stirbt ein kleiner Junge durch die gleiche Tatwaffe.
Was haben die beiden vollkommen unterschiedlichen Opfer gemeinsam? Und hat der Täter es wirklich nur auf homo- oder bisexuelle Männer abgesehen?

Meine Meinung:
Das Buch wird aus der Perspektive von Siri erzählt. Dazwischen gibt es immer wieder Einschübe aus der Vergangenheit eines homosexuellen Mannes. Durch diese kurzen Kapitel erhält man einen guten Einblick in die Gedankengänge des vermeintlichen Mörders. Es geht vor allem um Liebe, Zurückweisung und das Leben als Schwuler in einer streng gläubigen Familie.
Leider wird man dadurch sehr schnell in eine gewisse Richtung gedrängt, sodass man beim Lesen nicht selbst über den Mörder spekulieren kann/muss. Auch Spannung kommt recht wenig auf - das Buch startet mit einem Knall (= brutalen Mord) und plätschert danach etwas vor sich hin, da es vor allem um Siris Gedanken und Gefühle geht. Wer einen spannenden Psychothriller wird also etwas enttäuscht sein.

Fazit:
Ein solider Krimi, dem etwas mehr Tempo und Spannung gut getan hätte. Ich vergebe 3 Sterne.

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Camilla Grebe: Mann ohne Herz Camilla Grebe: Mann ohne Herz Reviewed by Christian on 20.7.15 Rating: 5

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