James Abel: Ice Trap

Ein mysteriöser Virus, der in einem U-Boot wütet. Eine Crew, die in den Gewässern der Antarktis feststeckt und ein Verräter, der das Leben der Crew auf Spiel setzt. Klingt spannend? Ist es aber leider nicht...
James Abel - Ice Trap

Die Story:
Der Marine-Arzt Colonel Joe Rush ist spezialisiert auf Krankheitserreger und Biowaffen. Für seinen letzten Einsatz soll er sich die Besatzung eines amerikanischen U-Bootes ansehen: Das Boot steckt mitten im arktischen Meer fest und fast die gesamte Crew ist von einem Virus befallen, der die Männer binnen Stunden umbringt. Da das U-Boot auf streng gemeiner Mission ist, soll Rush sich ein Bild von der Situation machen, bevor die Technologie und Daten in fremde Hände fallen. Es beginnt ein verzweifelter Kampf gegen das weitere Ausbrechen der Krankheit, gegen einen Verräter an Bord und gegen die gesamte Mannschaft eines feindlichen U-Bootes....
Meine Meinung:
Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt, die sich immer wieder abwechseln. Man begleitet Rush auf seiner Mission in die Antarktis und liest immer wieder kleinere Einschüben von Einsätzen in der Vergangenheit. Bereits am Anfang erfährt man, dass Rush eine dunkle Vergangenheit hat und soll diese anhand der Flashbacks erleben. Durch die vielen Sprünge geht leider etwas Spannung verloren, da man immer wieder aus der Hauptgeschichte gerissen wird.

Die Geschichte klang vielversprechend - leider konnte mich das Buch jedoch nicht fesseln, da keine Spannung aufkam. Das mag an den klischeehaften Charakteren liegen, die durchweg blass blieben. Oder an der Geschichte, die nur langsam in Fahrt kam und dann zum Ende hin sogar abflaute. Die Auflösung ist ein Fest für Verschwörungstheoretiker und war für mich zu viel des Guten.
Die mysteriöse Krankheit soll wohl die Neugier der Leser wecken. Wer den englischen Titel kennt, kennt aber auch die Auflösung. Hier gab es meiner Meinung nach sehr viel Potential für einen guten Thriller, aber James Abel hat sich stattdessen in einem militärischen und politischen Wirrwarr verloren.

Am besten hat mir die Beschreibung der arktischen Landschaft und Begebenheiten vor Ort gefallen. Das Setting verleiht dem Buch etwas außergewöhnliches und bleibt auch der Grund, weshalb man das Buch nach dem Lesen nicht sofort wieder vergisst. Schade!

Fazit:
Die vielversprechende Story scheitert an zu vielen Klischees, 0815-Charakteren und einem enttäuschenden Ende. Da mir das Setting gut gefallen hat, gebe ich trotzdem 2 Sterne.

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Weitere Informationen gibt es direkt beim ullstein-Verlag
James Abel: Ice Trap James Abel: Ice Trap Reviewed by Christian on 31.8.15 Rating: 5

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