Renée Knight: Deadline

Nehmen wir mal folgendes an: Man liest ein Buch, dass einfach zu gut auf das eigene Leben passt. Es kann kein Zufall sein, da zu viele Details stimmen. Und dann endet das Buch mit dem Mord an einem selbst. Wie geht man damit um?
Renée Knight - Deadline

Die Story:
Catherine und ihr Mann Robert sind beide erfolgreich und führen mit ihrem Sohn Nicholas ein perfektes Bilderbuchleben. Doch dann taucht eines Tages ein Buch auf. Keiner weiß woher es eigentlich kam. Während Robert in ihm einen spannenden Thriller sieht, ist Catherine schockiert: Das Buch deckt ihre dunkle Vergangenheit auf. Dinge, die sie zu gerne vergessen würde! Das Buch ist zu detailliert um ein Zufall zu sein und endet mit dem Tod der Hauptfigur. Wo kommt das Buch her und muss Catherine wirklich um ihr Leben fürchten? Nach all den Jahren muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen...
Meine Meinung:
Die Bezeichnung "Psychologischer Spannungsroman" trifft es ganz gut, denn das Buch ist weder ein Thriller noch ein Krimi.
Es ist aufgeteilt in mehrere Erzählebenen: Man erfährt die Geschichte aus der Sicht von Catherine, dem mysteriösen Buch und der Sicht des Autors. Diese Aufteilung hat mir gut gefallen, weil man den Gedanken von "Opfer" und "Täter" folgen konnte - auch wenn nicht immer ersichtlich ist, wer welche Rolle einnimmt. Die Autorin spielt mit dem Thema Schuld und Unschuld, sodass man darüber letztendlich keine Aussage treffen und beide Seiten irgendwie nachvollziehen kann.
Das Buch lässt sich flüssig lesen und ist kurzweilig. Leider wirkte es jedoch etwas zu arg konstruiert und war zu vorhersehbar, sodass ich einen Stern abziehen muss.

Fazit:
Ein außergewöhnliches, spannendes und kurzweiliges Debüt. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Weitere Informationen gibt es direkt beim Goldmann-Verlag.
Renée Knight: Deadline Renée Knight: Deadline Reviewed by Christian on 29.8.15 Rating: 5

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