Leif Davidsen: Der Tod des Patriarchen

Ein Däne schreibt über verschwörerische und korrupte Verstrickungen von Kirche, Politik und Wirtschaft in Russland. Entstanden ist leider ein recht klischeehafter Thriller, der mich nicht überzeugen konnte.
Leif Davidsen - Der Tod des Patriarchen

Die Story:
Gabriel Lassen war ein Vertrauter des Patriarchen in Moskau - bis er in einem dunklen Hinterhof zu Tode geprügelt wurde. Der Mord wirft einige Fragen auf, denen sein Zwillingsbruder Adam auf den Grund gehen möchte. Gemeinsam mit seiner Mutter Anastasia reist er nach Moskau und gerät schnell in eine verschwörerische Verstrickung von Kirche, Politik und Wirtschaft...

Meine Meinung:
Ein dänischer Wettermann, der in Russland korrupte Machenschaften aufdeckt und nebenbei auf dunkle Geheimnisse der familiären Vergangenheit stößt. Klingt irgendwie abgedroschen? Ist es auch!
Der dänische Sunnyboy Adam will so gar nicht ins kühle Moskau passen und stolpert durch die ziemlich konstruierte Geschichte um das Ableben seines Zwillingsbruder mitten in eine große Verschwörung. Dabei jagt ein (russisches) Klischee das nächste und die Spannung bleibt aufgrund der vielen politischen und geschichtlichen Erklärungen weitesgehend auf der Strecke.
Irgendwie konnte mich die Geschichte nicht fesseln und auch zu den meisten Charakteren gelang mir kein Zugang. Die vielen englischen Begriffe haben mich nach einer Weile etwas genervt, weil sie so gar nicht ins Buch passen wollten ("Make love not war. Das ist ihre Botschaft"). Und um den Charakter tiefgründig erscheinen zu lassen, wird fleißig Bob Dylan zitiert...

Fazit:
Ein klischeehafter und nur mäßig spannender Thriller über ein korruptes, russisches Regime. Hat man alles irgendwo schon einmal (besser) gelesen, deshalb kann ich dieses mal nur 2 Sterne vergeben.

Das Buch ist über diesen Link bei Amazon erhältlich: Der Tod des Patriarchen
Weitere Informationen gibt es beim dtv-Verlag
Leif Davidsen: Der Tod des Patriarchen Leif Davidsen: Der Tod des Patriarchen Reviewed by Christian on 9.11.15 Rating: 5

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