Dan Wells: Tötet uns alle

Ich muss gestehen, dass die Partials-Reihe von Dan Wells bisher komplett an mir vorbeigegangen ist. Das ich ansonsten aber alle seine Bücher gelesen habe, musste ich es hier natürlich nachholen. Und ich freute mich umso mehr, dass jetzt die komplette Reihe in einem praktischen Sammelband erschienen ist!
Tötet uns alle -  Die komplette Partials-Saga
Dan Wells - Tötet uns alle
Die komplette Partials-Saga

Inhalt:
Um für einen Krieg gerüstet zu sein, hat die USA sich auf den Bau von Androiden spezialisiert. Die sogenannten "Partials" sind eine Mischung aus Mensch und Maschine und den Menschen deshalb genetisch überlegen. Sie sind stärker, intelligenter....und gefährlicher. Denn nach dem Krieg wollte ein gemeinsames Leben beider "Spezies" einfach nicht funktionieren. Es kam zu immer mehr Konflikten, die wiederum auch zum Krieg führten. Und als die Partials einen neuen Virus ("RM") in die Luft freigesetzt haben, starb ein Großteil der Menschheit...
Rund 11 Jahre später: Die 16-jährige Praktikantin Kira arbeitet auf der Geburtenstation im Krankenhaus und muss ansehen, wie wirklich jedes Kind nach kürzester Zeit am Virus stirbt. Sie sieht den letzten Ausweg in den Genen der Partials, denn diese scheinen gegen RM immun zu sein. Kira begibt sich auf eine gefährliche Reise zu den Partials, um ein Gegenmittel zu finden und das Fortbestehen der Menschheit zu sichern...

Meine Meinung:
Das Buch ist mit seinen rund 1.550 Seiten ein ganz schöner Brocken. Dazu kommt, dass die Grammatur der Seiten ziemlich dünn ist, sodass man öfter versehentlich gleich zwei Seiten weiterblättert. Es wäre wohl besser gewesen, wenn die Schrift etwas kleiner und dafür die Seiten etwas dicker wären. Aber hier soll es ja eher um den Inhalt gehen:
Der Sammelband besteht aus den drei Bänden der Reihe: Partials, Fragments und Ruins. Die Partials scheinen eine übermenschliche und sehr gefährliche Spezies zu sein. Im Verlauf der Geschichte lernt man aber auch die Geschichte der "Gegenseite" kennen und nach einer ziemlich überraschenden Erkenntnis steht Kira auf einmal zwischen den Fronten.
Während mich Band 1 noch sehr gefesselt hat, ging die Qualität der Bücher leider immer weiter zurück. Der Einstieg überzeugt vor allem durch die Faszination der fremdartigen Partials und dem gefangen genommenen Samm. Der zweite Teil ist stark durch Kiras Suche nach ihrer Identität getrieben: Was genau ist der Trust und wie findet sie ihn? Wie soll sie mit den neuen Erkenntnissen umgehen? Der Band liefert viele Antworten, allerdings fehlte es mir an Spannung: Die Geschichte fing an sich zu ziehen. Der dritte Band setzte diesen Trend leider fort und wirkte zusätzlich wirr und arg konstruiert. Als dann das Monster auftaucht und rätselhafte Botschaften überbringt (erinnerte mich an Games of Thrones: "Winter is coming") und der "Blutmann" sein Unwesen trieb, würde es mir zu viel des Guten.

Zusammenfassend würde ich die Bücher so bewerten: Partials 4 Sterne, Fragments 3 Sterne, Ruins 2 Sterne - sind also 3 Sterne für den Sammelband!

Fazit:
Die Dystopie hat einen starken Start und die Idee bietet viel Potential. Leider verzettelt sich Dan Wells dann immer mehr - die Geschichte wird zunehmend wirr und entwickelt sich nur schleppend. Schade! Ich vergebe 3 Sterne für den Sammelband und konzentriere mich lieber wieder auf die hervorragende Serienkiller-Reihe.

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Dan Wells: Tötet uns alle Dan Wells: Tötet uns alle Reviewed by Christian on 30.7.16 Rating: 5

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