Hugh Howey: Silo Trilogie

Willkommen im Silo: Auf rund 150 unterirdischen Stockwerken finden Sie die letzten Überlebenden in einer lebensfeindlichen Welt. Aber weshalb leben die Menschen eigentlich unter der Erde? Und sind sie tatsächlich die letzten Überlebenden?
Silo - Die komplette Saga
Hugh Howey - Silo: Die komplette Saga

Inhalt:
Bereits seit Jahrhunderten überleben die letzten Menschen der Erde in einem gewaltigen unterirdischen Silo. Das Leben in diesem Silo ist streng geregelt und wird von oben vom Mayor, dem Sheriff und der IT gesteuert, sodass das Zusammenleben und letztendlich auch Überleben auf beengtem Raum funktioniert. Wer nicht dazupassen will oder kann, wird zur "Reinigung" an die Oberfläche geschickt - ein Weg, den noch keiner überlebt hat. Auch Juliette mag nicht so Recht ins System passen - als neuer Sheriff macht sie sich schnell Feinde und wird letztendlich auch zur Reinigung geschickt...doch sie überlebt den Weg an der Oberfläche und findet sich sogar in einem anderen Silo wieder. Was erwartet sie in dem fremden Silo? Wie viele dieser Silos gibt es tatsächlich? Weshalb musste sich die Menschheit in den Untergrund retten? Und wer zieht die Fäden im Hintergrund?

Meine Meinung: 
Die Silo-Saga hatte ich schon länger im Blick und als jetzt der Sammelband mit allen Teilen erschienen ist, konnte ich nicht mehr widerstehen. In "Silo" wird der Leser in das Leben im Silo eingeführt, lernt die Regeln und was geschieht, wenn man diese nicht befolgt. Man begleitet Juliette auf dem Weg von Silo 18 in Silo 17 und lernt dessen Bewohner Solo kennen. Der zweite Band "Level" ist eine Art Vorgeschichte, in der man die Hintergründe zum Bau der Silos und den Grund des Rückzugs in den Untergrund erfährt. Man lernt die dramatische Geschichte von Solo und dessen Silo. Den Abschluss der Trilogie bildet "Exit": Der Aufstand in Silo 18 spitzt sich immer weiter zu und Juliette bringt ihren Plan tatsächlich zu Ende, indem sie beide Silos durch Grabungen verbindet. Doch die Strippenzieher aus Silo 1 sehen diesen Akt als Kriegserklärung und drohen mit der Auslöschung beider Silos...
Die Idee von Silo hatte mich Anfangs etwas an die dystopische Welt der Metro-Romane erinnert. Während die Welt bei Dmitry Glukhovsky jedoch von Monstern bevölkert ist, sind die Monster in Silo die Menschen selbst. Hugh Howey spinnt eine erschreckend realistische, düstere und sehr durchdachte Zukunftsvision, die durch seine (klaustrophobische) Atmosphäre besticht. Die Bewohner der Silos sind keine strahlende Helden, die quasi im Alleingang die Welt retten. Stattdessen treffen wir erfrischend "normale" Menschen mittleren Alters, sodass eine Identifikation jedem leicht fallen sollte. Einen Stern ziehe ich dennoch ab, da der Ausgang etwas enttäuschend war und ich das Gefühl hatte, dass dem Autor zum Schluss die Puste ausgegangen ist. Vielleicht erfährt man ja aber in einem anderen Band noch Geschichten aus den anderen Silos? Von ihnen hat man bisher leider (fast) gar nichts erfahren...

Fazit:
Eine erfrischend andere und atmosphärische dichte Saga, die jeder Fan von Dystopien gelesen habe sollte. Ich vergebe 4 Sterne!

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Hugh Howey: Silo Trilogie Hugh Howey: Silo Trilogie Reviewed by Christian on 10.10.16 Rating: 5

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