Filmbesprechung: The girl with all the gifts

Endlich ist es soweit: Der herausragende Zombie-Roman "Die Berufene" von M.R. Carey hat es auf die Kinoleinwand geschafft! Der Film läuft hier allerdings unter dem englischen Orginaltitel des Romans: The girl with all the gifts.

Film: The girl with all the gifts
The girl with all the gifts
Um was geht es in dem Film/Buch?
Die zehnjährige Melanie hat eine Gabe: Ein ­Parasit, der die Menschen in brutale Tötungsmaschinen verwandelt, die »Hungernden«, macht ihr nichts aus. Schwer bewacht leben sie und andere infizierte Kinder auf einer entlegenen Militärbasis, wo sie sich täglich grausamen Tests ausgesetzt sehen. Sie wissen nicht, warum sie gefangen gehalten werden. Sie wissen nicht, warum sie nicht spielen dürfen.
Die undurchsichtige Wissenschaftlerin Dr. Caldwell weiß es sehr wohl: Sie ist fest entschlossen, den Schlüssel zur Rettung der Überlebenden zu finden, und schreckt auch vor drastischen Maßnahmen nicht zurück. Doch bevor Melanie ihren Experimenten zum Opfer fällt, rückt die Armee der »Hungernden« auf die Militärbasis zu. Wie gefährlich sind die Kinder wirklich? Und für wen?


Wie hat mir der Film gefallen?
In meiner Rezension zum Buch habe ich bereits im Fazit stehen, dass ich mir eine Verfilmung des Materials erhoffen würde. Jetzt ist es soweit und der Film orientiert sich sehr stark an der Buchvorlage - und hat mir richtig gut gefallen!
Statt den altbekannten, hirntoten und verfallenen Zombies wirken die gefangenen Kinder im Bunker wie menschliche Kinder. Sie sind hochintelligent - insbesondere die süße kleine Melanie: Sie ist die Musterschülerin der Klasse von Lehrerin Helen Justineau und sowohl Miss Justineau als auch der Zuschauer schließt sie schnell ins Herz. Dass das Militär sie trotz ihrer freundlichen Art als Monster oder "Cujo" (siehe Stephen King) bezeichnet, bricht einem fast das Herz. Doch bereits nach den ersten Minuten im Film erinnert Sgt. Parks an die Gefahr, die in den Kindern schlummert...
Und genau dieses unschuldige Aussehen macht den die Geschichte um Melanie so spannend - man leidet mit der jungen Melanie und vergisst nur zu schnell, dass in ihr auch der Pilz schlummert - trotz dem blutverschmierten Gesicht, will man sie in den Arm nehmen und beschützen. Das liegt auch an der hervorragenden Besetzung und Leistung durch die Newcomerin Sennia Nanua!

Wer in diesem Zombiefilm viel Blut und Gewalt erwartet, wird enttäuscht sein. Denn ein Großteil der Gewalt spielt sich außerhalb des Sichtfeldes der Zuschauer ab und der Film setzt vielmehr auf ruhigere Zwischentöne, Emotionen und sogar Philosophie. Im Großen und Ganzen dreht sich die Geschichte von "The girl with all the gifts" um Darwins Evolutionstheorie (Survival of the Fittest) und die Frage, ob die Menschen durch die Symbiose mit dem Pilz nicht einfach eine neue Stufe der Evolution erreicht haben. Und das Geschehen im Film ist also gar nicht so abwegig, da es bereits jetzt ähnliche Vorkommnisse in der Natur bereits gibt: Ein Hefepilz steuert bereits heute Ameisen fremd!
Statt leichter Unterhaltung regt dieser Film und vor allem das Ende also zum Nachdenken an...

Fazit:
Ein faszinierender und frischer Blick auf das etwas angestaubte "Zombie-Genre". Emotional, spannend und überraschend! Ich wurde wunderbar unterhalten und vergebe gerne 5 Sterne!

Hier gehts zum Buch: M. R. Carey - Die Berufene
Filmbesprechung: The girl with all the gifts Filmbesprechung: The girl with all the gifts Reviewed by Christian on 12.2.17 Rating: 5

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