S. K. Tremayne: Stiefkind

Nachdem mir die subtile Mischung aus Kinder-Grusel und (Familien-) Drama schon in "Eisige Schwestern" gefallen hat, war ich ganz gespannt auf den zweiten Roman von S. K. Tremayne. "Stiefkind" geht in die gleiche Richtung, aber leide konnte es mich dieses mal nicht ganz überzeugen.
Stiefkind
S. K. Tremayne - Stiefkind

Inhalt:

Rachel und der ebenso attraktive wie wohlhabende Geschäftsmann David Kerthen heiraten bereits nach kurzer Zeit. Rachels Glück scheint perfekt als sie gemeinsam mit ihm und seinem Sohn Jamie in das altehrwürdige Herrenhaus an der malerischen Küste Cornwalls zieht. Der Kerthen-Clan wurde durch Bergbau reich und ausgerechnet in einem der alten Stollen kam Davids vorherige Frau Nina bei einem tragischen Unfall ums Leben. Während David unter der Woche in London arbeitet, muss Rachel und Jamie in Sichtweite des Unglücksortes ihren Alltag bestreiten - und Jamie benimmt sich immer merkwürdiger. Kann er tatsächlich seine Mutter sehen? Und wird er mit der Vorahnung von Rachels Tod zu Weihnachten Recht behalten?

Meine Meinung:
Wie bereits in er Einleitung geschrieben, sollte man auch hier statt einem nervenaufreibenden Psychothriller eher subtilen Grusel und psychologisches Drama erwarten. Grundsätzlich ist das für mich immer eine spannende Mischung - vor allem wenn sich merkwürdig verhaltene Kinder involviert sind. Stiefkind hätte also beste Voraussetzungen, um genau meinen Geschmack zu treffen!
Das Buch startet eher gemächlich mit einer Einführung in die Beziehung der frisch angetrauten Kerthens, sowie der Beschreibung des Anwesens und Kulisse. Das rosarote Bild Rachels beginnt immer weiter zu bröckeln und es bereitet sich eine angespannte Grundstimmung aus, die gerade zum Ende hin immer spannender wird. Leider muss ich jedoch gestehen, dass sich der Autor meiner Meinung nach immer wieder etwas verzettelt hat: Die Beschreibung der Landschaft, die Familiengeschichte der Kerthens oder andere Beschreibungen waren stellenweise einfach zu ausschweifend, sodass die aufbaute Spannung verloren ging. Auch die Geschichte kam mir dieses mal zu konstruiert vor und man hatte zwischenzeitlich immer wieder das Gefühl, dass man das alles schon wo anders gelesen hat...nur eben besser. Erschwerend kam dazu, dass es keine wirklichen Überraschungen gibt - der Leser blickt zu schnell hinter die dunklen Geheimnisse...schade!

Fazit:
Ein psychologisches Drama, das vor allem durch seine bedrückende Atmosphäre und malerische Kulisse überzeugt. Die Geschichte an sich hat Luft nach oben, sodass ich Stiefkind leider nur 3 Sterne geben kann.

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Mehr Infos: Droemer Knaur-Verlag
S. K. Tremayne: Stiefkind S. K. Tremayne: Stiefkind Reviewed by Christian on 28.3.17 Rating: 5

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