Ben Aaronovitch: Der Galgen von Tyburn

In seinem sechsten Fall kehrt Peter Grant nach London zurück. Aber kehrt Aaronovitch auch zu alter Stärke zurück?

Ben Aaronovitch - Der Galgen von Tyburn
Ben Aaronovitch - Der Galgen von Tyburn
Inhalt:
Als das Telefon klingelt weiß Peter Grant, dass die Annahme des Gesprächs neuen Ärger bedeuten wird. Denn der Anrufer ist ausgerechnet Lady Ty, die ihn an eine alte Abmachung erinnert: Grant schuldet ihr einen Gefallen und diesen soll er nun einlösen! Bei einer aus den Fugen geratenen Party in elitärem Umfeld kam es zu einem Tod durch eine Überdosis unbekannter Pillen und Lady Ty verlangt nun, dass ihre Tochter Olivia von der Liste der Verdächtigen gestrichen werden soll. Doch die Beweise sind offensichtlich und Olivia beschuldigt sich auch noch selbst. Wie soll Grant damit umgehen? Welche Art von Party wurde in der Wohnung gefeiert? Wer verkauft magische Gegenstände bei eBay? Und was hat das Ganze mit dem "Gesichtslosen" zu tun?

Meine Meinung:
Ich hatte das letzte Buch (Fingerhut-Sommer) vor rund zwei Jahren als Lückenfüller bezeichnet mit nur 2,5 Sternen bewertet. Und auch dessen Vorgänger "Der böse Ort" hatte mich damals nicht mehr wirklich überzeugen können. Deshalb hatte ich bei diesem Fall auch Bedenken, die jedoch glücklicherweise unbegründet waren. Denn "Der Galgen von Tyburn" ist erfreulicherweise deutlich besser als die beiden Vorgänger! Vielleicht lag das an der Rückkehr von Lesley oder an Nightingale, der in diesem Band wieder einen größeren Part übernimmt? Oder an dem zunächst recht unspektakulär klingenden Fall, der immer größere Ausmaße annimmt und ziemlich komplex wird? Ich kann es selbst nicht erklären, aber das Buch hat (vor allem nach dem letzten Band) richtig Spaß gemacht und das finde ich selbst etwas erstaunlich, weil der Fall wirklich sehr verzwickt ist und man dem Geschehen aufmerksam folgen muss.
Ich bin ein großer Fan des wunderbaren Humors dieser Reihe und deren außergewöhnlichen Charaktere. Aaronovitch nimmt sich selbst nicht zu ernst und packt selbst in ernste Passagen ein kleines Augenzwinkern. Und nebenbei lernt man immer wieder interessante Geschichten über London! Schön, dass er mit dem sechsten Fall wieder an alte Stärken anknüpfen kann!

Bitte beachten: Wer die Reihe nicht kennt, sollte unbedingt mit dem ersten Band (Die Flüsse von London) anfangen, um der Geschichte richtig folgen zu können. Quereinsteiger werden Probleme mit dem magischen London und den dort lebenden Charakteren haben. Es lohnt sich!

Fazit:
Endlich wieder ein überzeugender Aaronovitch! Nach dem etwas misslungenen "Fingerhut-Sommer" weiß "Der Galgen von Tyburn" wieder zu überzeugen! Auch wenn der eigentliche Fall etwas wirr ist, gebe ich diesem herrlich schrägen Fantasy-Spaß gerne 5 Sterne.

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Ben Aaronovitch: Der Galgen von Tyburn Ben Aaronovitch: Der Galgen von Tyburn Reviewed by Christian on 17.6.17 Rating: 5

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