A. K. Benedict: Die Seelen von London

Willkommen in London: Ähnlich wie in Aaronovichs "Flüsse von London" (immerhin schon sechs Bände) verfasst sich Benedict in "Die Seelen von London" mit der mystischen Seite der historischen Stadt. 
Benedict - Die Seelen von London
A. K. Benedict - Die Seelen von London

Inhalt:
Detective Inspector Darks neuer Fall ist ungewöhnlich: Im Schlamm der Themse findet die blinde Maria einen abgetrennter Finger - samt einem Ring mit der Inschrift "Heirate mich Maria". Kurz darauf beginnt ein Stalker ihr das Leben schwer zu machen. In welches Wespennest hat sie durch ihren Fund gestochen? Und was bezweckt ihr Stalker? Dark tappt zunächst im Dunkeln und muss letztendlich in die Geisterwelt Londons eintauchen, um den Fall lösen zu können...

Meine Meinung:
Aufgrund der Aufmachung des Buches und der Thematik muss sich "Die Seelen von London" natürlich mit der Peter Grant-Reihe messen. Während Aaronovitch seine Krimis mit viel Witz und Göttern anfüttert und den Ermittler einen Oberbösewicht jagen lässt, kratzt Benedict eher an er Oberfläche von Londons Geisterwelt und lässt auch den britischen Humor größtenteils im Hintergrund. Hier hatte ich immer wieder das Gefühlt, dass sich die Autorin bewusst zurück hält - vielleicht um sich von der anderen Reihe abzugrenzen? Das kann ich grundsätzlich verstehen, aber gerade London bietet doch allerhand Stoff für Geistergeschichten und ich hatte mir tatsächlich einen größeren Anteil an Mystik erhofft. Abgesehen von einigen sehr gelungenen Szenen bliebt das Buch hinter meinen Erwartungen zurück, aber vielleicht hebt sich die Autorin das ja für einen potentiellen Nachfolger auf?
Die "Seelen von London" besteht aus zwei Handlungssträngen, die erst sehr spät(!) zusammenlaufen. Dadurch hat man das Gefühl, dass der Fall einfach nicht voran geht und die Geschichte sich etwas in die Länge zieht. Das wird verstärkt durch den Detective, der immer mehr im Selbstmitleid zu versinken scheint und deshalb im Verlauf der Geschichte an Sympathie verliert. 

Fazit:
Der fantastische Krimi setzt sich bewusst von Aaronovitchs London-Reihe ab und bietet aufgrund eines blinden Stalkingopfers und der Geisterwelt Londons beste Voraussetzungen für eine spannende Lektüre. Leider bleibt das Buch aufgrund der teils zähen Handlung hinter den Erwartungen zurück. Ich vergebe 3 Sterne.

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Weitere Infos: Droemer Knaur-Verlag
A. K. Benedict: Die Seelen von London A. K. Benedict: Die Seelen von London Reviewed by Christian on 13.8.17 Rating: 5

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