Ken Follett: Das Fundament der Ewigkeit

Ken Follet kehrt zurück nach Kingsbridge: Auch wenn sich der Ausflug lohnt, sollte man dennoch seine Erwartungen etwas zurückschrauben, denn "Das Fundament der Ewigkeit" erreicht leider nicht das Niveau seiner Vorgänger.
Ken Follett - Das Fundament der Ewigkeit
Ken Follett - Das Fundament der Ewigkeit

Inhalt:
Der junge Ned Willard kehrt nach rund einem Jahr in Frankreich nach Kingsbrigde zurück, um endlich seine große Liebe Margery Fitzgerald zu heiraten. Doch beiden kommt der ausufernde Zwist zwischen Katholiken und Protestanten zuvor, sodass Margery sich dem Willen ihrer Eltern beugen muss und den Grafen von Shiring heiratet. Der enttäuschte Ned verlässt Kingsbridge, um der protestantischen Prinzessin Elizabeth Tudor zu dienen. Als diese kurz darauf Königin wird, setzt sie Ned als Geheimagenten für den Kampf um Toleranz ein: Denn der Glaubensstreit zwischen Katholiken und Protestanten verschärft sich immer weiter und ganz Europa droht im Krieg zu ersticken...

Meine Meinung:
Knapp 400 Jahre nach den Ereignissen aus "Die Tore der Welt" steht Europa Kopf: Ausgerechnet die Protestantin Elizabeth Tudor wird Königin von England und verschärft damit den Glaubenskrieg immer weiter. Als sie ihr Land vom Papst lossagt, reagiert dieser entsprechend und eine Hoffnung auf Frieden scheint unmöglich... Der Spion Ned Willard kämpft sich durch ganz Europa, um endlich Ruhe in den Zwist zwischen den Religionen zu bekommen, denn genau diese Intoleranz hat ihm schon seine große Liebe gekostet. Wird ihm das gelingen? Und kann er Margery doch noch für sich gewinnen?
Ken Follett schreibt ja gerne sehr ausufernd und seine Bücher sind vollgepackt mit den unterschiedlichsten Charakteren. Erstaunlicherweise schafft er es aber auch immer, dass man dem Geschehen sehr gut folgen kann und das Personenregister nicht benötigt. Auch der Einstieg in die Geschichte klappt wie immer auf Anhieb und da habe ich bei vielen anderen Romanen mit über 1000 Seiten oftmals Schwierigkeiten.
Dieses mal muss ich aber gestehen, dass es in den rund 1200 Seiten einige Längen gab und dass das Tempo zum Ende sogar immer weiter abnimmt. Das ist schade, denn gerade die erste Hälfte des Buches war wirklich fesselnd und ich bin etwas enttäuscht, dass Follet das Niveau dieses mal nicht aufrecht halten konnte. Im Vergleich zu den beiden Vorgängern ist die Geschichte zudem recht vorhersehbar und auch wenn das Buch trotz des Umfangs recht kurzweilig ist, habe ich es nicht verschlungen, sondern stattdessen immer wieder zur Seite gelegt. Das kann Follett besser!

Fazit:
Das Fundament der Ewigkeit kann leider mit den beiden starken Vorgängern nicht mithalten und verliert nach einem recht starken Start sogar an Spannung. Insgesamt ein solider historischer Roman, der jedoch hinter den Erwartungen zurück blieb. Ich vergebe 3,5 Sterne.

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Weitere Infos: Lübbe-Verlag

Ken Follett: Das Fundament der Ewigkeit Ken Follett: Das Fundament der Ewigkeit Reviewed by Christian on 22.11.17 Rating: 5

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