Abigail Tucker: Der Tiger in der guten Stube

Wie konnten Katzen derart die Welt erobern? Wie haben sie den Einzug von der Wildnis in unsere Wohnungen geschafft? Und was ist das Geheimnis hinter dem Internetphänomen "cat content" und deren Instagram-Berühmtheiten? Das sind nur wenige Fragen, die die Autorin in "Der Tiger in der guten Stube" aufgreift...
Abigail Tucker -Der Tiger in der guten Stube

Inhalt:
Während Hunde allerhand praktische Aufgaben erledigen, geben uns Katzen nicht wirklich etwas zurück...und dennoch sind sie an der Spitze der beliebtesten Haustiere. Gleichzeitig gelten Katzen als eine der schlimmsten invasiven Arten und sind somit eine Bedrohung für viele Ökosysteme. Was genau rechtfertigt also die Faszination, die dieses Tier auf uns Menschen ausübt?
Abigail Tucker ist den Stubentigern selbst verfallen und widmet sich mit ihrem Buch diesen und weiteren Fragen. Dabei erklärt sie den Werdegang der Beziehung zwischen Menschen & Katzen seit der Steinzeit und gibt allerhand historische Informationen sowie aktuelle Begebenheiten. Das reicht vom Aberglauben, dass Katzen auf Seefahrt an Bord gehören bis hin zu Phänomenen wie beispielsweise "Grumpy Cat".

Meine Meinung:
Das Buch ist ein unterhaltsames Sachbuch, dass durch allerhand witziger Anekdoten aufgepeppt wird. Die Autorin greift in den insgesamt zehn Kapiteln die unterschiedlichsten Themen auf und lässt dabei Experten und "Betroffene" zu Wort kommen. Da die Autorin Amerikanerin ist, lernt man zudem noch kulturelle Begebenheiten wie beispielsweise die sogenannten "kill shelter" (von denen ich zumindest bisher in Deutschland nichts gehört habe), Schönheitswettbewerben für Katzen oder Vereine, die mit aggressiven Mitteln für die Rechte der Katzen kämpfen.
Einige Erzählungen sind deshalb geradezu skurril und vieles regt zum Nachdenken an. Wie anfangs erwähnt werden auch unzählige Fragen aufgegriffen, zu denen sie leider meistens keine Antwort findet...das große Geheimnis gilt es also weiterhin zu lösen.
Im Buch tauchen immer wieder Illustrationen auf, die leider nichts mit dem Inhalt zu tun haben und sich zudem auch wiederholen. Meiner Meinung nach hätte man darauf verzichten können und ich hätte vielmehr darauf gehofft, dass die Autorin stattdessen Fotos von ihren Reisen zeigt (oder den Menschen, mit denen sie gesprochen hat).
Insgesamt also ein interessantes und kurzweiliges Buch über unsere pelzigen Freunde, dass man trotz der genannten Kritikpunkte wärmstens weiterempfehlen kann.

Fazit:
Wie konnte der Säbelzahntiger sich im Laufe der Jahre derart in unsere Herzen einschleichen, dass wir uns heute mit so vielen Katzen ein Zuhause teilen? Was ist das Geheimnis hinter der Anziehungskraft, die sie auf uns Menschen ausüben? Auch wenn "Der Tiger in der guten Stube" keine wirkliche Antwort findet, greift das Buch dennoch interessante Aspekte auf und erzählt auf kurzweilige Art, wie sich Mensch und Katze immer weiter angenähert haben. Ich vergebe 4 Sterne.

Übrigens: Auch meine Frau und ich sind den Katzen ergeben. Als wir kürzlich im Tierheim eine Katze holen wollten, kamen wir tatsächlich mit drei Stubentigern nach Hause und können uns bis heute nicht erklären, weshalb wir das getan haben (auch wenn wir die Entscheidung nie bereut haben). Wenn ihr diese Seite ganz nach unten scrollt findet ihr Impressionen aus dem Instagram-Account unserer Katzen, mit dem wir bereits über 18.000 Follower sammeln konnten.

Hier kaufen: Der Tiger in der guten Stube: Wie die Katzen erst uns und dann die Welt eroberten
Weitere Infos: Theiss-Verlag
Abigail Tucker: Der Tiger in der guten Stube Abigail Tucker: Der Tiger in der guten Stube Reviewed by Christian on 11.12.17 Rating: 5

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